Der Tag beginnt vielversprechend mit Blitz und Donner. Als die Kolonne der Klasse 4d kurz nach acht zur Bushaltestelle marschiert, zeugen noch Pfützen vom wütenden Wettergeschehen der zurückliegenden halben Stunde. Am Eingang zum Hochseilgarten beginnt die aufwändige Vorbereitung auf das abenteuerliche Vormittagsprogramm. Handschuhe, Gurte, Helme und Instruktionen werden verteilt, bevor sich ein aufgeregter Haufen Kinder auf den Weg zum Einweisungsparcours begibt. Dort wird mit Bodenhaftung das Einklinken in die Seile geprobt und gelernt wie Kollisionen in der Luft zu vermeiden sind. Und dann – auf ins Abenteuerland!
Fünf unterschiedlich schwere Steige locken mit Herausforderungen und Hindernissen, die zu bewältigen sind, bevor man zum Schluss per Seilfahrt zu Tal rauscht. Auf Parcours 1 begibt man sich auf die Reise durch Europa, dabei werden Netze durchwandert, wackelige Holzbrücken überwunden, man bewegt sich auf einem Surfbrett durch die Luft oder balanciert über Fußbälle. Die Belohnung kommt zum Schluss, die ultimative Talfahrt zum Ziel! Wer das geschafft hat, darf aufbrechen zu anderen Kontinenten und dort in höheren Höhen Gefahren bestehen und Hindernissen die Stirn bieten. Die Zeit vergeht im Flug, der Spaßfaktor ist riesig und natürlich ist auch Angst dabei, die es zu überwinden gilt. Dabei helfen ausgesprochen kompetent die Guides vom HanseRock, erfahrene Profis, die viel Einsatz und Geduld aufbringen, um den jungen Kletterheldinnen und -helden bei Problemen und inneren Widerständen zur Seite zu stehen und ihnen im eigentlichen Sinne des Wortes die Hand über den Abgrund zu reichen. Nach dem Ende der Kletterzeit sind die Temperaturen auf knappe 30 Grad angestiegen, wir verlassen den Inselpark und machen uns müde und ein bisschen überdreht auf den Weg nach Hause. Ein toller Tag, an dem der eine oder die andere über sich hinauswachsen konnte und gelernt hat, was es heißt, ein Schattenspringer zu sein!
Hamburg, Juni 2026
































